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Neue Ortsmitte Möglingen

Die Neue Ortsmitte Möglingen soll grüner, lebendiger und fußgängerfreundlicher werden. Sie bietet mehr Platz für Begegnungen, Veranstaltungen und Erholung.

Schritt 1: Bürgerbeteiligung zum Projektauftakt

Zu Beginn des Projekts hatten alle Haushalte in Möglingen die Möglichkeit, sich einzubringen:

Eine Bürgerbefragung per Post sammelte erste Meinungen, Wünsche und Anregungen.

Im Anschluss fand ein umfangreicher Dialog mit Gemeinderat, lokalen Akteuren und Bürger:innen statt.
Die gesammelten Ideen bilden eine wertvolle Grundlage für die weitere Planung.

Schritt 2: Ausarbeitung durch Gremien

Aktuell arbeiten der Runde Tisch – Neue Ortsmitte und der Gemeinderat gemeinsam an den nächsten Planungsschritten.

Im Fokus stehen erste Entwürfe für den Umbau der Ortsmitte, etwa die Anordnung von Rathaus, Marktplatz, Grünflächen und Verkehr.

Ein gemeinsamer Rundgang und Diskussionen helfen, Aufenthaltsqualität, Barrierefreiheit und Verkehrsführung vor Ort zu prüfen.

Auch Themen wie Bus- und Autoverkehr werden geprüft, um die Ortsmitte vom Durchgangsverkehr zu entlasten.

Am 20. Mai 2026 wurden beim öffentlichen Perspektivforum erste Entwürfe vorgestellt und diskutiert.

Im Mittelpunkt des Abends standen insbesondere die Verkehrsbeziehungen sowie mögliche räumliche Anordnungen von Gebäuden in der Neuen Ortsmitte. Dazu wurden drei verschiedene städtebauliche Modellskizzen vorgestellt und diskutiert. Es wurde mehrfach betont: Die präsentierten Entwürfe sind keine endgültigen Entscheidungen, sondern erste Ideen und Diskussionsgrundlagen.

Konkret ging es um unterschiedliche Möglichkeiten der Anordnung des Rathauses – etwa als freistehender Solitärbau, als rahmengebendes Gebäude oder verteilt auf zwei Gebäude. Ebenso spielten die Gestaltung der Plätze, Grünflächen, Aufenthaltsbereiche und Verkehrsbeziehungen eine zentrale Rolle.

Vielen Bürgerinnen und Bürgern war wichtig, dass bestehende Angebote in der Ortsmitte nicht verdrängt werden. Neue Konzepte sollten ergänzen und beleben, ohne bisherigen Einrichtungen „den Hahn abzudrehen“, wie es aus der Diskussion hieß. Eine offene, dörfliche und zugleich flexible Ortsmitte mit barrierefreien Angeboten wurde gewünscht – ein Ort zum Wohlfühlen für alle Generationen. Zentrales Thema war neben dem Verkehr auch die Größe eines Platzes, der zum spontanen Aufenthalt genauso einladen wie für Veranstaltungen eine ausreichende Fläche bieten soll.

Das Perspektivforum machte deutlich, dass es viele unterschiedliche Blicke auf die Neue Ortsmitte gibt. Der wertvolle Input aus der Bürgerschaft wird nun im Rahmen der nächsten Runden Tische verarbeitet und dann bei einer weiteren Bürgerveranstaltung wieder präsentiert.

Wir halten Sie auch weiterhin über diese Homepage, Social Media Kanäle und die Möglinger Nachrichten über die Planungsfortschritte auf dem Laufenden.

Neue Ortsmitte: Testversuche liefern wichtige Erkenntnisse

Die Gemeinde arbeitet derzeit gemeinsam mit der Bürgerschaft an der Planung einer neuen Ortsmitte. Ziel ist es, einen attraktiven Ortskern für alle zu Bürgerinnen und Bürger zu schaffen. Im bisherigen Bürgerbeteiligungsprozess wurde deutlich, dass insbesondere der Verkehr eine wichtige Rolle spielt. Vor allem der Busverkehr stellt die Planungen vor Herausforderungen. Um verschiedene Lösungsmöglichkeiten zu erproben, führt die Gemeinde derzeit mehrere Testversuche durch. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse sollen in die weitere Planung der neuen Ortsmitte einfließen.

Buslinien werden vorübergehend verlegt

Von 30. Juli bis 13. Dezember werden die Buslinien 534 und 535 vorübergehend aus der Ortsmitte in die Ludwigsburger Straße verlegt. So kann untersucht werden, wie sich ein geringerer Busverkehr auf Fußgänger, Radfahrer, Anwohner und die örtlichen Gewerbebetriebe auswirkt.

Die übrigen Buslinien können derzeit nicht verlegt werden. Sie dienen als wichtige Umsteigeverbindungen und benötigen eine Fläche, auf der zwei Busse hintereinander halten können. Eine solche Möglichkeit besteht derzeit nur in der Ortsmitte.

Verkehrsführung wird ebenfalls getestet

Ein weiterer Baustein des Testversuchs betrifft den Bereich am Rathausplatz. Durch eine veränderte Verkehrsführung durch eine neue Platzierung von Blumenkübeln soll der Verkehr verlangsamt und der nördliche Platzbereich aufgewertet werden.

Ein Fahrversuch mit zwei Bussen in der vergangenen Woche hat gezeigt, dass eine stärkere Veränderung des Kurvenverlaufs derzeit nicht möglich ist. Der vorhandene Baum auf Höhe des Wettbüros begrenzt die zur Verfügung stehende Fahrfläche. Deshalb wird die Gemeinde zunächst beobachten, wie sich die neue Anordnung der Blumenkübel auf den Verkehrsfluss auswirkt und daraus gegebenenfalls weitere Maßnahmen ableiten.

Bürgerinnen und Bürger werden einbezogen

Die Testphase wird durch weitere Untersuchungen begleitet. Geplant sind unter anderem eine Fahrgastbefragung, Gespräche mit den Verkehrsbetrieben sowie eine digitale Bürgerbefragung. Die Ergebnisse werden zunächst am Runden Tisch beraten und anschließend dem Gemeinderat als Grundlage für die weiteren Entscheidungen vorgestellt.

Sommer-Plätzle als weiterer Praxistest

Auch das diesjährige Sommer-Plätzle soll wichtige Erkenntnisse liefern. Am 27. August wird die Ortsdurchfahrt im Bereich des Rathausvorplatzes gesperrt. Das Fest findet an diesem Abend auf dem Vorplatz und auf der Straße statt. So kann erprobt werden, welche Platzgröße eine künftige Ortsmitte für Veranstaltungen und den Aufenthalt haben sollte.

Die Gemeinde verfolgt das Ziel, die neue Ortsmitte mit großer Sorgfalt und Verantwortung zu planen. Deshalb werden verschiedene Lösungen zunächst im Alltag getestet. So können Erfahrungen gesammelt und fundierte Entscheidungen für die weitere Planung getroffen werden.

Ein herzlicher Dank gilt allen Beteiligten – insbesondere den Busbetreibern, dem Landkreis als Straßenverkehrsbehörde sowie dem VVS – für ihre Unterstützung bei der Umsetzung der Testversuche.