Die Konferenz der Vereinten Nationen für Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro im Jahr 1992 gilt als Meilenstein in der Geschichte der Umwelt- und Entwicklungspolitik. Auf der Konferenz wurde die so genannte Rio-Deklaration (UN-Deklaration von Rio über Umwelt und Entwicklung) verabschiedet. Sie enthält Leitlinien, die eine nachhaltige Entwicklung vorantreiben sollen. Im Grunde weist sie darauf hin, dass wirtschaftlicher Fortschritt langfristig nur in Verbindung mit Umweltschutz möglich ist. In den folgenden Jahren wurden weltweit wichtige Arbeitsorgane und Gremien gegründet, mit dem Ziel eine international nachhaltige Entwicklung in den jeweiligen Bereichen des öffentlichen Lebens ins Leben zu rufen und in Gang zu halten.
 
Die „Agenda 21“ zählt zu den bedeutendsten Ergebnissen der Rio-Konferenz. Sie ist ein Aktionsprogramm, das auf den Grundsätzen der Rio-Deklaration basiert und detaillierte Handlungsaufträge an alle Staaten gibt. Ihr Ziel ist, einer weiteren Verschlechterung der Situation des Menschen und der Umwelt entgegenzuwirken und eine nachhaltige Nutzung der natürlichen Ressourcen sicherzustellen. Bisher folgten drei Weltgipfel zur nachhaltigen Entwicklung, die den eingeschlagenen Weg begutachten und bewerten sollten (Rio+5 in New York im Jahr 1997; Rio+10 in Johannesburg im Jahr 2002 sowie Rio+20 wieder in Rio im Jahr 2012). Auf nationaler Ebene sind es die Regierungen und staatlichen Verwaltungsorgane, die die Umsetzung einer nachhaltigen Entwicklung planen müssen, indem nationale Umweltpläne und Umweltaktionspläne erstellt werden. Deshalb sind die Städte und Gemeinden aufgerufen, diese örtliche Agenda zu entwickeln und voranzutreiben.
Die Lokale Agenda 21 soll die Bereiche Soziales, Ökonomie und Ökologie zu einer gemeinsamen Strategie verbinden und dabei die Bevölkerung, Vereine, Verbände, Kirchen und andere Gruppierungen mit einbeziehen. Aus der Umsetzung dieser Strategie entwickelte sich auch der zentrale Leitsatz der Agenda21: „Global denken – lokal handeln.“

Die Gemeinde Möglingen hat dieses Programm aufgegriffen. Seit dem Jahr 2000 arbeiten fünf Arbeitskreise an den Themen und Projekten einer nachhaltigen Gemeindeentwicklung.


Informationen zu "Lokale Agenda 21"

Wie funktioniert die Lokale Agenda 21
Die Entstehung der Lokalen Agenda 21
Die Organisation der Lokalen Agenda 21


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Ihr Ansprechpartner

Herr
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Umweltbeauftragter
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