signet von  der Gemeinde Möglingen

Verkehrsberuhigter Geschäftsbereich im Ortszentrum


Für das Möglinger Ortszentrum wurde bei dem mit einer Bürgerbeteiligung durchgeführten Fußverkehrscheck eine Verbesserung der Fußgängersituation thematisiert. Bei der anschließenden Verkehrsschau mit dem Landratsamt Ludwigsburg und der Polizei hat sich herausgestellt, dass die Erstellung von Fußgängerübergangen aufgrund der vorliegenden Verkehrssituation (Kurvensituation, 30er-Zone) rechtlich nicht darstellbar ist. Um eine Verbesserung der Verkehrssicherheit der Fußgänger zu erreichen, wurde ein ,,verkehrsberuhigter Geschäftsbereich‘‘ mit einer Geschwindigkeitsbegrenzung auf 20 km/h eingerichtet.

Damit ein Bereich als verkehrsberuhigter Geschäftsbereich angesehen werden kann, müssen mehrere Voraussetzungen erfüllt sein. Es muss es sich um einen zentralen gemeindlichen Bereich (in der Regel Marktplatz) handeln. Diese sind zugleich vitaler Mittelpunkt des Geschäftslebens, der Versorgung in Bewirtungs- und Beherbergungsbetrieben und der Kommunikation der Bürger. Es besteht zusätzlich ein hohes Fußgängeraufkommen mit überwiegender Aufenthaltsfunktion. Diese Situation ist in Möglingen gegeben. Daher wurde vom Landratsamt Ludwigsburg mit dem gemeindlichen Einverständnis der Gemeinde Möglingen ein Zone-20-Bereich angeordnet, der sich zwischen dem Kreisverkehr Ludwigsburger Straße / Rathausplatz und der Kreuzung Hindenburgstraße / Stammheimer Straße, sowie der Kreuzung Beim Rathaus / Münchinger Straße erstreckt.

Die Einrichtung einer Zonen-Geschwindigkeitsbeschränkung aufgrund des verkehrsberuhigten Geschäftsbereiches hat als Konsequenz für die Verkehrssituation, dass die maximal zulässige Höchstgeschwindigkeit 20 km/h beträgt. Die Nutzer von Kraftfahrzeugen müssen im verkehrsberuhigten Geschäftsbereich vermehrt mit Fußgängerquerungen rechnen und dementsprechend aufmerksamer und stets bremsbereit fahren. Fußgänger können die Straße an beliebiger Stelle überqueren. Dies entbindet die Fußgänger jedoch nicht davon, die Querung nur unter Beachtung des fließenden Verkehrs, zügig und quer zur Fahrtrichtung durchzuführen.

Es entsteht auch keine Mischverkehrsfläche. D. h. Flächen für den Fahrzeugverkehr und Flächen für den Fußgängerverkehr sind weiterhin getrennt voneinander. Fußgänger dürfen die Fahrbahn nur zum Queren begehen. Des Weiteren entsteht kein genereller Vorrang des Fußgängers beim Queren der Fahrbahn.

Mit der Reduzierung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h auf 20 km/h ist jetzt eine erhebliche Verbesserung der Verkehrssicherheit aller Verkehrsteilnehmer jedoch insbesondere für Fußgänger und Radfahrer erreicht worden.