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Möglingen ist auf dem Weg „Fairtrade‐Gemeinde“ zu werden
 
Der Gemeinderat hat beschlossen, sich auf den Weg zur „Fairtrade‐Gemeinde“ zu machen.
Eine Steuerungsgruppe ist eingerichtet, die organisatorisch das Vorhaben unterstützt und
die Gemeinde auf diesem Weg begleitet.
 
Die Gemeinde Möglingen möchte mit der Zertifizierung zur „Fairtrade-Gemeinde“ ganz bewusst das Verständnis dafür zu wecken, dass durch den Kauf von Fairtrade Produkten im Herstellerland soziales Handeln gefördert wird. Insbesondere wird damit bewirkt, dass die Arbeits- und Produktionsbedingungen nicht gesundheitsschädigend sind, dass Kinderarbeit vermieden wird, die Arbeiter*innen keine Diskriminierung erfahren und demokratische Mitbestimmungsstrukturen aufgebaut werden.

Durch den Kauf von Fairtrade Produkten werden auch ökologischen Kriterien Vorrang eingeräumt, da bei der Produktion auf ressourcenschonenden Anbau geachtet wird und keine umweltschädlichen Substanzen sowie keine gentechnisch veränderten Organismen zum Einsatz kommen. Durch den Kauf von Fairtrade Produkten können langfristige Handelsbeziehungen aufgebaut werden. Durch stabile Mindestpreise wird die finanzielle Abhängigkeit der Produzenten von großen Konzernen vermieden, regionale Vermarktungsstrukturen können aufgebaut und ein Leben in wirtschaftlicher Sicherheit durch gerechte Entlohnung gefördert werden. 
 
Fairtrade-Gemeinden fördern gezielt den Fairen Handel auf kommunaler Ebene. Damit soll das Bewusstsein für gerechte Produktionsbedingungen sowie soziale und umweltschonende Herstellungs- und Handelsstrukturen in den Herkunftsländern gefördert werden.
 
5 Kriterien auf dem Weg zur Fairtrade-Gemeinde


Für die Fairtrade-Zertifizierung sind von der Gemeinde Möglingen insgesamt mindestens 5 definierte Kriterien dauerhaft zu erfüllen:

1. Es liegt ein Gemeinderatsbeschluss vor, dass bei allen Sitzungen des Gemeinderats und        seiner Ausschüsse sowie im Büro der Bürgermeisterin Fairtrade-Kaffee und ein
    weiteres Produkt aus Fairem Handel (wie Tee, Saft, Gebäck) angeboten wird.

2. Es wird eine Steuerungsgruppe gebildet, die auf dem Weg zur Fairtrade-Gemeinde die          Aktivitäten vor Ort koordiniert. Diese Gruppe besteht aus mindestens drei
    Personen aus den Bereichen Zivilgesellschaft, Politik/Verwaltung und
    Wirtschaft/Handel.

3. In mindestens 4 lokalen Einzelhandelsgeschäften und in mindestens 2        
    Gastronomiebetrieben (Cafés und Restaurants) werden jeweils mindestens zwei                      Produkte aus Fairem Handel angeboten.

4. Produkte aus Fairem Handel werden in öffentlichen Einrichtungen wie Schulen, Vereinen     und Kirchen verwendet. Darüber hinaus werden jährlich Bildungsaktivitäten zum Thema       Fairer Handel umgesetzt.

5. Örtliche Medien berichten über alle Aktivitäten auf dem Weg zur Fairtrade-Gemeinde.
    Die genannten Kriterien sind weitestgehend erfüllt. Wenn es gelingt, noch 2                              Gastronomiebetriebe zu gewinnen, kann die Zertifizierung beantragt werden.
  

Wir werden Ihnen künftig in regelmäßigen Abständen von den Aktivitäten zur Fairtrade-Gemeinde und zu allgemeinen Themen des fairen Handels berichten.

Für Fragen stehen Ihnen die Mitglieder der Steuerungsgruppe, Brigitte Muras, Vildan Taskale und Matthias-Alexander Braun, sowie Antje Spöri und Michael Klumpp von der Gemeindeverwaltung (Tel. 4864-71) gerne zur Verfügung.

Informationen finden Sie auch im Internet unter: www.fairtrade-towns.de