Interkommunaler Lehrpfad Markgröningen - Möglingen - Asperg

Der Arbeitskreis "Siedlung, Landwirtschaft & Naturschutz" der Lokalen Agenda 21 in Möglingen entwickelte das Projekt eines interkommunalen Lehrpfades, und spannte damit den Rahmen in die Agenda-Arbeitskreise nach Markgröningen und Asperg .

Von der Idee "gemeinsam Planen - gemeinsam Gestalten - gemeinsam Erleben" waren die Arbeitskreise so begeistert, dass der Interkommunale Natur - und Erlebnispfad in kurzer Zeit realisiert und im Mai 2003 der Öffentlichkeit präsentiert werden konnte. Die Projektidee wurde durch das Ministerium für Umwelt und Verkehr Baden-Württemberg ausgezeichnet und erhielt von dort eine finanzielle Förderung im Rahmen des Wettbewerbs "Konkrete Projekte der Lokalen Agenda 21 im Jahr 2002".

Der Interkommunale Natur - und Erlebnispfad Markgröningen / Möglingen / Asperg verläuft durch einen Ausschnitt des Strohgäus auf den Gemarkungen der drei Nachbarkommunen. Auf der rund 10 Kilometer langen Strecke vom Naturdenkmal Heiligenwiesle in Markgröningen über das Leudelsbachtal in Möglingen bis zum ehemaligen Gipssteinbruch in der Stadtmitte Aspergs erwarten den Besucher 18 handkolorierte Emaille-Lehrtafeln sowie zwei Memory-Spielstationen. In sachkundiger Art und Weise wird mit ihnen auf ökologische -, naturkundliche - und kulturhistorische Besonderheiten unserer Natur und Umwelt aufmerksam gemacht.

Die schön illustrierten Tafeln laden zum Verweilen und genauen Betrachten ein. Wer will, kann an Hand der Lehrtafeln und Spielstationen viel über Landschaft , Heimatkunde sowie Flora und Fauna lernen und weitergeben. Schulklassen, Naturfreunde und alle anderen Interessierten sind herzlich eingeladen, den Pfad zu begehen.

Der Lehrpfad wurde gefördert durch das Ministerium für Umwelt und Verkehr Baden-Württemberg im Rahmen des Wettbewerbes "Konkrete Projekte der Lokalen Agenda 21, 2002”.

Karte und Erklärung der 20 Stationen:

Karte Lehrpfad

1 - Das Naturdenkmal Heiligenwiesle
Bei dem Feuchtgebiet handelt es sich um ein seltenes und überdurchschnittlich wertvolles Biotop. In den stehenden offenen Wasserstellen und Tümpeln sind Amphibien heimisch.

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2 - Der Leudelsbach
Das 8,5 km lange Fließgewässer liegt im Landschaftsschutzgebiet und bietet 32 Vogelarten einen Lebensraum. Für Fische und wassergebundene Kleinlebewesen soll ein durchgängiges Bachbett geschaffen werden.

3 - Die Wildhecke
"Hecken sind Finger an der Hand des Waldes".

4 - Kulturlandschaft im Wandel
Wo heute Streuobstwiesen das Landschaftsbild dominieren, prägte der Weinbau bis ins 19. Jahrhundert die Kulturlandschaft.

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5 - Gehölze am Bach
Ein naturnahes Ufergehölz bietet Lebensraum und Nistmöglichkeiten für verschiedene Tiere. Ufergehölze dienen aber auch der Sicherung gegen Erosion.

6 - Die Trockenmauer
Zeuge früherer Weinbaukultur. Reste von Trockenmauern sind überall dort zu finden, wo der Weinbau eine Bedeutung hatte.

7 - Die Kopfweiden
Kopfweiden sind bedroht, weil die Nutzung fehlt. Mit den absterbenden Baumriesen verschwinden auch viele Tierarten.

8 - Entstehung von Quellwasser
Das Wasser auf und unter der Erdoberfläche befindet sich in einem Kreislauf zwischen den Speichern: dem Meer, der Atmosphäre und dem Festland.

9 - Die Streuobstwiesen
Streuobstwiesen sind ökologisch besonders wertvoll. Sie dienen zur Obsterzeugung, als Erholungsraum und als Biotop für viele Tier- und Pflanzenarten.

10 - Hochwasserrückhaltebecken "Eselspfad"
Der Teich wurde naturnah ausgebildet. So entstand ein für Möglingen bedeutendes Wasserbiotop mit einer Vielzahl von Lebewesen.

11 - Der Steinkauz
Der Steinkauz braucht alte, knorrige Bäume von denen aus er seine Jagd beginnen kann.

12 - Das Memory-Spiel
Auf drei Reihen drehbarer Holzwürfel müssen Tiere erkannt und die Namen durch richtiges Anordnen der Buchstaben auf den Würfeln beschrieben werden.

13 - Das Retentionsbodenfilterbecken
Die Entwässerung des Baugebietes Unholder Weg erfolgt erstmals in Möglingen im Trennsystem.

14 - Die Hochstauden am Eselspfad
Der Wassergraben am Eselspfad ist ein temporär wasserführender Graben. Das Ufer, aber auch die Sohle werden von einem dichten Bewuchs eingenommen.

15 - Die Heilkräuterwiese
"Der Sommer kam, sacht weht die Luft, geschoren ist der Rasen. Eine Wonne voller Kräuterduft dringt tief in unsre Nasen".

16 - Das Memory-Spiel
Auf drei Reihen drehbarer Holzwürfel müssen Tiere erkannt und die Namen durch richtiges Anordnen der Buchstaben auf den Würfeln beschrieben werden.

17 - Hohlwege
Von der Eiszeit zum fruchtbaren Löß. Hohlwege entstanden bei alten Wegen wenn der Lößuntergrund durch Regengüsse ausgeschwemmt wurde.

18 - Die Biotope an den Schulen
Die Schulbiotope des Friedrich-List-Gymnasiums und der Friedrich-Hölderlin-Schule sind Lebensraum für viele interessante einheimische Pflanzen und Tiere.

19 - Der Bürgergarten
Ehemaliges Sportgelände, heute naturnaher Stadtgarten mit 60 Bäumen, 750 Sträuchern und 1400 m² Pflanzfläche.

20 - Vom Meeresbecken zum Gips
Die Keuperformation ist eine Folge von bunten Sedimentgesteinen, die vor ca. 200 Millionen Jahren abgelagert wurden.
Am Fuße des Hohenasperg befindet sich ein ehemaliger Gipssteinbruch.


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  • Gestaltung, Illustration und Umsetzung der Tafeln:
Wolfgang Lang, 71120 Grafenau/Württ.

  • Kolorierung der Tafeln:
Wolfgang Lang, Peter Schüle

  • Karte:
Oliver Hauptstock, Dortmund

  • Die ergänzenden Lehrtafeln entstanden mit freundlicher Unterstützung von:
Gebäudereinigung Harry Wagner GmbH, Asperg.
VR Bank Asperg-Markgröningen eG.
Stiftung Umwelt- und Naturschutz der Kreissparkasse Ludwigsburg
Württembergische Weingärtner - Zentralgenossenschaft Möglingen eG.
Arbeitsgemeinschaft "Grünes Strohgäu"

  • Broschüre
Die Broschüre kann kostenlos angefordert werden bei den Gemeindeverwaltungen/ Stadtverwaltungen der Gemeinden: Asperg, MöglingenMarkgröningen

Natur- und Erlebnispfad