



Um 550 v. Chr. wurde hier ein etwa 40 bis 50 Jahre alter Mann mit fürstlichem Pomp zu Grabe getragen. Über der Grabkammer errichtete man einen mächtigen Grabhügel von ca. 6 m Höhe und 60 m Durchmesser. Es sollte bis in die 70er Jahre des 20. Jahrhundert dauern, bis man die Spuren dieses mächtigen Grabmonuments wieder fand. Das Landesdenkmalamt Baden-Württemberg führte 1978 bis 1979 Ausgrabungen durch. Das Ergebnis war und ist bis heute sensationell: Die Grabkammer wurde völlig unberaubt angetroffen. Auf einer Bronzeliege ruhte der Tote.
Der Fürst trug als Standesabzeichen den typischen großen Goldhalsring und seinen Dolch. Goldener Totenschmuck lässt auf eine feierliche Aufbahrung schließen. Von besonderer Bedeutung sind die vielen Fragmente von Geweben und anderen Gegenständen. Standesgemäß hatte man ihm seinen vierrädrigen, eisenbeschlagenen Wagen mit Joch und geschmücktem Zaumzeug ins Grab gegeben. Ein Prunkstück der Bronzeschmiedekunst aus dem Mittelmeerraum ist der große Löwenkessel, der über 400 l Honigmet enthalten hatte.
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