



Der bedeutendste Fund in diesem Grabhügel ist zweifellos die Sandsteinstele, die am Fuß des Hügels gefunden wurde. Die imposante Vollplastik zeigt einen unbekleideten Mann. Auf dem Kopf trägt er einen spitz zulaufenden Hut, um den Hals einen dicken Reif. Wertvolle Goldhalsreifen wurden immer wieder als Grabbeigaben in Fürstengräbern gefunden. Der Krieger trägt einen Dolch. Die nach mediterranem Vorbild geschaffene Stele ist die älteste vollplastische Großskulptur nördlich der Alpen.
Die Stele und der Grabhügel werden in die späte Hallstattzeit (600 bis 450 v. Chr.) datiert. Die Funde belegen, dass hier sowohl Männer als auch Frauen bestattet wurden. Im Hügel fanden sich 16 Gräber, von denen keines außergewöhnlich reich ausgestattet war. Auch das Grabmonument mit einem Durchmesser von 32 m hatte nicht die gewaltigen Ausmaße der eigentlichen Fürstenhügel (der Fürstengrabhügel bei Hochdorf hatte einen Durchmesser von 60 m).
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